Berichte April 2013

Unglückliche Niederlage für Vaihinger Hockeyherren

 

Am vergangenen Samstag empfing der Club an der Enz mit dem HV Schwenningen den Zweitplatzierten der 2. Verbandsliga. Der Rückstand aus der ersten Halbzeit konnte trotz zahlreicher Torchancen gegen Spielende nicht mehr ausgeglichen werden.

 

Die erste Hiobsbotschaft für das Spiel gegen eines der Topteams der Liga ereignete sich bereits am letzten Donnerstag im Training. Innenverteidiger Konwiarz zog sich eine Verletzung am Sprunggelenk zu. Die genaue Diagnose steht weiterhin aus, aber die Vaihinger müssen wohl mit einem langen Ausfall rechnen.

Bei strömendem Regen begann der Club an der Enz das Spiel ruhig und mit strukturiertem Kurzpassspiel. Bereits nach wenigen Minuten wurde Manuel Max kam Stürmer Max im gegnerischen Schusskreis zu Fall, die Strafecke blieb jedoch verwehrt. Fünf Minuten später gab es dann nach einem erneuten Foul die erste große Chance, eben durch eine Ecke. Die ausgespielte Variante wurde jedoch abgefangen. Schwenningen zog ein sehr körperbetontes Konterspiel auf. Nachdem bei einem Freischlag beide Innenverteidiger des CEV aufgerückt waren, tauchte Schwenningens Stürmer allein vor dem Vaihinger Tor auf, schoss jedoch knapp vorbei. In der 15. Spielminute sah Kapitän Zeeb nach einem Zweikampf die grüne Karte und musste somit zwei Minuten vom Feld. Der fehlende Innenverteidiger machte sich bemerkbar. Über die eigene rechte Seite konnte Schwenningen in den Vaihinger Schusskreis gelangen. Unbedrängt konnten die Gäste einen eher verunglückten Torschuss abgeben. Während Vaihingens Torhüter noch versuchte aus der Bedrängnis eines gegnerischen Stürmers zu entkommen, ging der Ball bereits ins Tor. Vaihingen nahm sofort eine Auszeit, doch auch nach dieser behielt der HVS die Spielkontrolle. Eine Strafecke in der 25. Spielminute konnte Löpsinger jedoch mit guter Parade entschärfen. Die Emotionen kochten nun nach einigen strittigen Entscheidungen des Schiedsrichters hoch. Das Spiel beider Teams litt sichtlich darunter, sodass bis zur Pause nichts mehr geschah. Ludwig Schmid mahnte seine Mitspieler in der Halbzeit zur Besonnenheit und Trainerin Brust forderte ein besseres Zusammenspiel.

Die Ansprache zeigte Wirkung und der Club an der Enz dominierte die zweite Spielhälfte. Den Gästen aus Schwenningen ging zunehmend die Kraft aus. Nur noch eine Strafecke sorgte nach 45 Minuten für Gefahr vor dem Vaihinger Tor. Im Verbund wurde diese aber von Vaihingens Torhüter und dem Kapitän, Zeeb, geklärt. Danach erarbeiteten sich die Vaihinger durch präzises Kombinationsspiel mehrere Topchancen. Nach 55 Minuten lag der Ball nach einem Abpraller knapp vor dem Tor, doch in der Bedrängnis verpasste Hollmann den Ausgleich. Direkt nach der Rückeroberung es Balles scheitere Max im Eins gegen Eins am Schwenninger Torhüter. Dieser war es auch, der nach 63 Minuten einen Stecher mit starkem Reflex parierte. Die letzte Chance hatte Juli Magdalena fünf Minuten vor Spielende. Seine Direktabnahme einer scharfen Flanke ging jedoch knapp über das gegnerische Tor. Der HV Schwenningen spielte anschließend die letzten Minuten kontrolliert herunter und fuhr mit, wie die Gäste selbst zugaben, glücklichen drei Punkten nach Hause.

Annika Brust lobte ihr Team dennoch: „So wie wir in der zweiten Halbzeit gespielt haben, werden wir die nötigen Punkte für den Klassenerhalt holen.“ Daniel Löpsinger ergänzte: „Wichtig ist, dass wir, wie heute, auf einen möglichst kompletten Kader mit allen Leistungsträgern zurückgreifen können. Die Prioritäten von allen müssen jetzt auf dem Hockeysport liegen.“ In der Hinrunde hatte ein großer, leistungsstarker Kader dem Club an der Enz mehrmals wegen Terminkonflikten gefehlt.

 

Es spielten: Löpsinger – Zeeb, Brandauer, Schmid, Preckel, Verschaeve, Gerstung, Clauss, Hollmann, Oetinger, Magdalena, Schneider, Knudsen, Max.

Niederlage zum Rückrundenauftakt

 

Ohne einige wichtige Stammspieler gelang es den Hockeyherren des Club an der Enz am vergangen Samstag nicht beim direkten Konkurrenten in Heilbronn zu punkten.

 

Man hatte sich viel vorgenommen für das erste Spiel auf dem Feld in 2013. Gegen den HC Heilbronn, einen direkten Konkurrenten, wollte man unbedingt gewinnen um den Abstiegsplatz zu verlassen. Obwohl einige Stammspieler fehlten, stellte Trainerin Annika Brust die Mannschaft offensiv auf. Vaihingen begann jedoch fahrig und leistete in den ersten zehn Minuten mehrere Fehlpässe und ein schlechtes Stellungsspiel. So war nach fünf Minuten die Aufregung bereits groß, als Heilbronn ein Vaihinger Eigentor gesehen haben wollte, die Schiedsrichter jedoch auf lange Ecke entschieden. Die Gastgeber blieben aber dran und konnten einige kurze Ecken herausarbeiten. Diese konnten, zum Glück für Vaihingen, ebenso wie die Gelegenheiten aus dem Spiel heraus, nicht genutzt werden. Bis zur 23. Spielminute kam der Club an der Enz eigentlich nicht in den gegnerischen Schusskreis. Nach einer schönen Kombination gelang Manuel Max dann das 0:1 mit dem ersten Torschuss für den Club an der Enz. Das Tor verbesserte das Vaihinger Spiel deutlich. Kurz später war es erneut Max, der eine Mischung aus Schuss und Flanke auf das Heilbronner Tor abgab. Am langen Pfosten stand jedoch kein Vaihinger, der zum Tor hätte vollenden können. Der Club an der Enz behielt die Spielkontrolle und Heilbronn konterte. Fünf Minuten vor der Halbzeit drang ein Flügelspieler des HC Heilbronn in den Schusskreis ein. Von der Grundlinie spielte er einen Pass in den Rücken der Vaihinger Abwehr, wo gleich zwei seiner Mitspieler unbewacht waren. Die Folge war das 1:1, was gleichzeitig auch den Halbzeitstand bedeutete.

In der Pause motivierte Vaihingens Trainerin ihre Mannschaft noch mehr Siegeswille zu zeigen und die spielerische Dominanz zu nutzen.

Der HC Heilbronn hatte sich in der Halbzeitpause jedoch auch nochmals motiviert und wurde in der zweiten Hälfte aggressiver. Das Spiel hatte nun die im Abstiegskampf zu erwartende Härte. Die Verbindung des Vaihinger Sturms mit dem eigenen Spielaufbau riss ab und Heilbronn erkämpfte sich eine Gelegenheit nach der anderen. Nach 50 Minuten konnte Vaihingens Kapitän Zeeb eine der guten Heilbronner Chancen nur durch einen, vom Schiedsrichter als absichtliches Foul gewerteten, harten Zweikampf im eigenen Schusskreis stoppen und es gab Siebenmeter für Heilbronn. Vaihingens Torhüter ahnte die richtige Ecke, doch der Ball ging sowieso am Tor vorbei. Der Club an der Enz kämpfte weiter und abwechselnd wehrten Abwehr und Torhüter die Heilbronner Chancen ab. Dies gelang jedoch nur bis drei Minuten vor Spielende. Nach einem langen Pass stürzten zwei Heilbronner Spieler und Vaihingens Torhüter zum Ball. Im Getümmel kam der Ball mittig vor das leere Vaihinger Tor. Der Rettungsversuch von Vaihingens Innenverteidigern kam zu spät und Heilbronn ging mit 2:1 in Führung. Mit dem Schlusspfiff bekam der Club an der Enz noch eine Strafecke zugesprochen. Max schlenzte diese jedoch knapp über das gegnerische Tor.

Der Gegner hatte den Sieg durch kämpferischen Willen erzwungen. „Heilbronn hatte heute den stärkeren Willen unbedingt zu gewinnen.“, erkannte Ludwig Schmid. Diesen muss der Club an der Enz am kommenden Wochenende zu Hause gegen Schwenningen zeigen, um den Anschluss an die Nichtabstiegsränge nicht zu verlieren.

 

Es spielten: Löpsinger – Schmid, Schneider, Clauss, Knudsen, Verschaeve, Preckel, Gerstung, Max, Konwiarz, Zeeb, Magdalena.


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