Berichte April 2015

Aufholjagd wird nicht belohnt

 

Beim starken Mannheimer HC gehen die Vaihinger Hockeymänner trotz eines couragierten Auftritts leer aus. Neuzugang Christian Uhrig erzielt seinen ersten Treffer.

 

Direkt vor Spielbeginn konnte der Club an der Enz einen weiteren Neuzugang aus Pforzheim vermelden. Christian Mall verstärkte auch direkt die Innenverteidigung. Kapitän Zeeb wechselte dafür ins zentrale Mittelfeld, um dort für mehr Stabilität zu sorgen.

Den besseren Start ins Spiel erwischten die spielstarken Gastgeber: Bereits nach zwei Minuten ergab sich eine hochkarätige Torchance, die Vaihingens Torhüter Löpsinger aber mit einem starken Reflex abwehren konnte. Mannheim dominierte das Spiel erwartungsgemäß und machte vor allem über die Außenverteidiger viel Druck. Die scharfen Flanke führten immer wieder zu Gefahr vor dem Vaihinger Tor. So entstanden auch zahlreiche Strafecken für Mannheim. Die ersten beiden konnte Vaihingens Schlussmann noch parrieren. Mit der dritten Strafecke ging der MHC dann aber in Führung. Ägerlich aus Vaihinger Sicht war, dass der Schuss dem auf der Linie stehenden Verteidiger knapp unter dem Schläger durchrutschte. Vaihingen konnte nach 12 Minuten dann aber den vermeindlichen Ausgleich erzielen. Allerdings wurde der Nachschuss einer Strafecke zurückgepfiffen, weil diese noch nicht freigegeben war. Die Wiederholungsecke führte dann aber zu einer erneut guten Chance, die Manuel Max aus spitzem Winkel zum 1:1 verwandelte. Weiterhin hatten die Vaihinger aber Probleme mit der starken Offensive der Gastgeber. Die erneute Führung fiel durch die nächste Mannheimer Strafecke. Erneut hatte Vaihingen Pech, weil Rausläufer Schmid den Ball unhaltbar abfälschte. Kurz vor der Halbzeit konnte Mannheim die Führung dann mit einem Siebenmeter weiter ausbauen. Trainer Konwiarz spornte sein Team in der Halbzeitpause nochmals an, denn er glaubte das Spiel noch nicht verloren zu haben. Insbesondere die Stürmer sollten mehr in der Defensive arbeiten, um die Mannheimer Flanken zu unterbinden.

Allerdings fiel nur kurz nach der Pause das 4:1 für Mannheim. Dabei kam diesen die Regeländerung zu gute, dass nun auch in der Luft gespielt werden darf, solang dies keinen Spieler gefährdet. Eine hohe Flanke verwertete der Mannheimer Stürmer am langen Pfosten Volley aus der Luft. Der Club an der Enz folgte aber weiterhin der Trainervorgabe und startete die Aufholjagd. Erst Dennis Borimann und dann Christian Uhrig brachten die Vaihinger bis fünf Minuten vor Schluss auf 4:3 heran. Das dies möglich war, fiel vor allem auch auf Daniel Löpsinger zurück, der zahlreiche Torchancen des MHC vereitelte. Insbesondere im Duell mit Mannheims Eckenschütze blieb er in der zweiten Halbzeit ausnahmslos der Sieger. Die Mannheimer erkannten dann kurz vor Spielende, dass ihnen der sicher geglaubte Sieg noch entgleiten könnte. Nach einer Auszeit konzentriere sich das Team daher auf den Abwehrkampf und versuchte die restliche Minuten über die Zeit zu retten. Die weit aufgerückten Vaihinger bekamen dann mit einer Strafecke aber nochmals die letzte Chance zum Ausgleich. Die gespielte Variante verungllückte jedoch und im Konter standen drei Vaihinger sechs Mannheimer Angreifern gegenüber. Diese nutzen ihre Überzahl, um mit dem 5:3 den Endstand zu erzielen.

„Wir wussten, dass wir hier heute nicht unbedingt Chancen auf einen Sieg hatten, aber es sind klare Fortschritte zu erkennen. Mit so einer Leistung können wir in zwei Wochen zuhause gegen Bruchsal drei Punkte holen.“, fasst Trainer Konwiarz die Partie zusammen. Auf diese Punkte sind die Vaihinger auch dringend angewiesen, nachdem ind er Rückrunde bisher noch kein Sieg gelungen ist.

 

Es spielten: Löpsinger – Zeeb, Schmid, Max, Borimann, Mall, Scheytt, Cioflica, Weber, Uhrig, Gerstung, Hollmann, Humbeck.

Niederlage zum Rückrundenauftakt

 

Neuzugänge aus Pforzheim verstärken die Mannschaft, dennoch mussten sich die Hockeymänner des Club an der Enz gegen Heilbronn geschlagen geben.

 

Mit Thomas Weber und Christian Uhrig standen bereits zwei, der fünf möglichen Neuzugängen aus Pforzheim dem Club an der Enz zur Verfügung. Diese wurden auch dringend benötigt, weil mit Hollmann, Brandauer und Gerstung gleich drei Vaihinger Stammspieler verhindert waren.

Das Vaihinger Team begann das Spiel defensiv ausgerichtet, um zunächst abzuwarten wie stark die Gäste aus Heilbronn aufgestellt sind. Ebenfalls sollte damit verhindert werden, dass sich aus mangelnder Eingespieltheit Fehler ergeben. „Die Heilbronner Mannschaft war im Vergleich zum Vorjahr deutlich verändert. Neben dem neuen Mittelfeldchef standen auch zahlreiche Spieler aus der eigenen Jugend auf dem Platz.“, beschreibt Trainer Konwiarz den Gegner. Vaihingen setzte von Beginn an auf Kombinationsspiel und auch die Neuzugänge fügten sich direkt ein. Im Aufbauspiel und beim Abwehrverhalten hatte der Gastgeber allerdings Probleme. Diese konnte Heilbronn nach zehn Minuten ausnutzen und in Führung gehen. Das Angriffspiel des Club an der Enz funktionierte aber weiterhin gut und so konnte direkt mit dem nächsten Angriff der Ausgleich von Borimann erzielt werden. „Nach dem Tor haben wir uns dann aber in der eigenen Hälfte festsetzen.“, erklärt Kapitän Zeeb. In dieser zehnminütigen Phase bekam der Club an der Enz keinen vernünftigen Ball mehr nach vorne, sondern musste mit allen Mann am eigenen Schusskreis verteidigen. Nachdem dann doch mal wieder ein Angriff gestartet werden konnte, offenbarte sich im Gegenzug eine klaffende Lücke im Mittelfeld. Heilbronns Spielmacher bekam zu viel Zeit und konnte sich einen freistehenden Mitspieler im Schusskreis suchen. Dieser scheiterte im ersten Torversuch noch an Vaihingens Schlussmann, der Nachschuss war dann aber drin. Bis zur Halbzeit erarbeitete sich Vaihingen weitere gute Chancen, die aussichtsreichste von Neuzugang Weber ging aber knapp am langen Pfosten vorbei.

In der Pause lobte Konwiarz das Offensivspiel seines Teams, forderte aber gleichzeitig eine bessere Abstimmung zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen, um Situationen wie vor dem zweiten Gegentreffer zu vermeiden.

Direkt nach Wiederanpfiff begann der Club an der Enz mit der Aufholjagd, jedoch konnten einige gute Chancen nicht genutzt werden. Stattdessen eröffneten sich für Heilbronn erneut große Räume im Mittelfeld. Eine Kopie des 1:2 führte dann zur 1:3-Führung für die Gäste. Vaihingen setzte daraufhin alles auf eine Karte und griff den Gegner schon tief in der eigenen Hälfte an. Zwischen Torhüter Löpsinger und seiner Abwehrreihe lag dadurch viel freies Feld. Heilbronn bekam durch das Pressing einige Abwehrprobleme. Und das gute Vaihinger Kombinationsspiel brachte mehrere Torchancen hervor. Manuel Max scheiterte nach einer kurzen Ecke am Gästekeeper. „Uns hat bei vielen Chancen das letzte Bisschen gefehlt.“, ärgert sich der Stürmer. Dass Heilbronn auf der anderen Seite nicht noch das ein oder andere Tor mehr erzielen konnte, lag am Vaihinger Torhüter, der im ersten Spiel nach seiner Verletzungspause einige Großchancen der Gäste vereitelte. „Wir mussten alles versuchen, dann ist es klar, dass der Torhüter hinten alleine auf sich gestellt ist.“, meint Löpsinger. Genützt hat es dem Club an der Enz jedoch nichts und Heilbronn konnte die drei Punkte mit nach Hause nehmen.

„Wir müssen sehen, dass wir schnell die Automatismen in der Abstimmung entwicklen, um dem Gegner das Toreschießen wieder deutlich schwerer zu machen. Offensiv waren wir heute bis zum Torschuss sehr stark, auch dank unserer Neuzugänge.“, fasst Trainer Konwiarz zusammen. Bereits in einer Woche muss der Club an der Enz beim starken Mannheimer HC antreten. Aber auch gegen diesen starken Gegner werden die Vaihinger Hockeymänner versuchen zu punkten.

 

Es spielten: Löpsinger – Zeeb, Schmid, Max, Borimann, Späth, Scheytt, Cioflica, Weber, Uhrig, Brand.

Club an der Enz startet in spannende Rückrunde

 

Am kommenden Samstag beginnt für die Hockeymänner des Club an der Enz die Rückrunde in der 3. Verbandsliga. Der kleine Vaihinger Kader gehört zu den spielerisch der Liga.

 

"Genau darin liegt die Ungewissheit, die zu einer spannenden Rückrunde führen wird.", blickt Torhüter Löpsinger voraus. In der kürzeren Hinrunde holten die Vaihinger aus drei Spielen drei Punkte und stehen damit in der unteren Tabellenhälfte. "Wenn wir einen voll besetzten Kader haben, werden wir außer gegen Mannheim in der Rückrunde der Favorit sein.", stellt Trainer Konwiarz optimistisch klar. In Unterzahl wird den Vaihingen aber auch die technische Stärke nicht viel helfen.

Zum Rückrundenauftakt gegen Heilbronn sieht es nicht ganz so rosig aus. Julio Magdalena hat die Vaihinger direkt nach der Hinrunde bereits studienbedingt verlassen. Außerdem ist Vaihingens zentrale Achse von Verletzungen geplagt. Torhüter Löpsinger fehlte zwei Monate mit einer Bänderverletzung und konnte erst einmal trainieren. Mittelfeldregiseur Ludwig Schmid wird nach einem Fingerbruch sogar erst diese Woche wieder ins Training starten. Beide werden den Trainingsrückstand durch Erfahrung auszugleichen versuchen.

Positive Nachrichten könnte es dafür in Kürze in Form von Neuzugängen geben. Da der HC Pforzheim keine Feldmannschaft gemeldet hat, bestehen hier gute Aussichten auf die Verstärkung durch gleich fünf neue Spieler. "Das würde unseren kleinen Kader gleich deutlich aufstocken.", freut sich Ludwig Schmid.

"Unsere Zielsetzung ist durch volle Punkteausbeute in den verbleibenden Spielen gegen Bruchsal, Ulm und Heilbronn am Ende auf Platz 3 zu stehen. Gegen Ludwigsburg und Mannheim müssen wir schauen welche Spieler der Gegner aufbietet.", gibt Kapitän Zeeb das gemeinsame Saisonziel aus.

Für den Club an der Enz wird es also entscheidend sein bei jedem Spiel quantitativ genügend Spieler im Kader zu haben, um dann über die vorhandene Qualität Punkte einzufahren. Gleich im ersten Spiel gegen Heilbronn wird es daher spannend, ob dies auch gelingt.


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