Berichte Dezember 2012

1. Herren klettern auf 2. Tabellenplatz


 Am vergangenen Samstag ging es für die Hockeyherren aus Vaihingen zum letzten Spieltag vor der Weihnachtspause nach Konstanz. Im Derby gegen Bietigheim lies der Club punkte, siegte dann aber gegen den Gastgeber aus Konstanz.


 Mit Bietigheim hatte man im ersten Spiel gleich die erfolgreichste Mannschaft der bisherigen Hallenrunde als Gegner. Vaihingen begann in der Anfangsphase mit defensiven Schwächen. Bietigheim zog immer einen Verteidiger mit nach vorne und konnte so eine Überzahl auf der Angriffsseite schaffen. Nach fünf Minuten gab es einen Freischlag gegen die Vaihinger am eigenen Schusskreis. Nach der Ausführung konzentrierten sich alle auf die linke Seite und der Bietigheimer Abwehrmann am rechten Strafraumeck erhielt völlig frei den Ball. Das Ergebnis war das 0:1. Doch fast im Gegenzug setzte sich Hollmann im Schusskreis durch und schob zum Ausgleich ein. Noch immer konnte Vaihingen die Offensive der Bietigheimer nicht endgültig kontrollieren und man geriet erneut in Rückstand. Fünf Minuten vor der Pause traf dann aber wieder Dominik Hollmann zum 2:2. Fast eine Kopie des 1:1, jedoch dieses Mal der Abschluss mit der Rückhand. So ging es dann auch in die Halbzeitpause. Die Probleme in der Rückwärtsbewegung wurden angesprochen und danach ging es in die zweiten 20 Minuten. Sofort sah man ein verbessertes Spiel der Vaihinger. Nach sieben Minuten schnappte sich Ludwig Schmid den Ball an der linken Bande, kreuzte das Spielfeld fast ungestört bis an den rechten Schusskreisrand um von dort den herauseilenden, gegnerischen Torhüter mit einem Lupfer in den linken Torwinkel zu überwinden. Vaihingen führte mit 3:2. Doch nur drei Minuten später reichte es aus, dass ein Vaihinger Abwehrspieler einen Schritt hinter seinem Gegner zurückblieb und es stand 3:3. Vaihingen wollte unbedingt gewinnen und wurde offensiver. Während eines Konters nur vier Minuten später stand Bietigheims Stürmer frei vor Vaihingens Torhüter. Dieser konnte den ersten Schuss noch abwehren, beim Nachschuss war das 3:4 jedoch nicht mehr zu verhindern. Der Club musste noch offensiver werden. Die Strafe folgte sogleich: Ein Gegentor wurde nur noch dadurch verhindert, dass ein Vaihinger Spieler den Ball auf der Torlinie mit dem Körper abwehrte. Den fälligen Siebenmeter konnte Löpsinger parieren, aber trotzdem konnte der Rückstand in den verbleibenden drei Minuten nicht mehr aufgeholt werden.

Nachdem nun zum ersten Mal in dieser Saison das Auftaktspiel in einen Spieltag verloren wurde musste die Niedergeschlagenheit schnell weichen, denn man wollte nicht umsonst vier Stunden auf der Autobahn verbracht haben.

Das Spiel gegen den gastgebenden HC Konstanz. Es ging jedoch alles andere als gut los: Bereits nach sieben Minuten war der Club an der Enz mit 0:2 im Hintertreffen. Kapitän Jan-Michael Zeeb setzte mit einem Sturmlauf dann jedoch das Zeichen für die Wende. Innerhalb von fünf Sekunden kombinierte er sich mit seinen Mitspielern vom eigenen Schusskreis bis ins gegnerische Tor. One-Touch-Hockey vom Feinsten hinterließ einen bleibenden Eindruck beim Gegner. Nur zwei Minuten später gelang nämlich der Ausgleich durch Schmid. Mit den heimischen Fans im Rücken gelang es Konstanz dann aber die Vaihinger Angriffe zu zerschlagen und durch schnelle Konter bis zur Pause auf 4:2 davon zu ziehen. Da in der Halle für Vaihingen in der Vergangenheit schon alles möglich war, ging man trotzdem mit dem Siegeswillen in die zweite Hälfte. Nach einer Strafecke direkt nach Wiederanpfiff traf Zeeb zum Anschluss. Nur vier Minuten später war es dann Mal wieder Hollmann, der für Vaihingen traf. Das 4:4 war den Enzstädtern aber noch nicht genug und so traf Manuel Max direkt im nächsten Angriff zur 5:4 Führung. Konstanz war in dieser Phase des Spiels ohne Torchance. Dominik Hollmann konnte sich dann nach 15 Minuten in der 2. Hälfte im Konstanzer Schusskreis zum 6:4 durchkämpfen. Plötzlich war der Gastgeber dann aber wieder da. Nach einer strengen Schiedsrichterentscheidung bekamen die Hausherren eine Strafecke zugesprochen. Diese konnte Vaihingens Schlussmann nur noch an den Innenpfosten lenken. Von dort sprang der Ball zum 6:5 ins Tor. Auch die Konstanzer Fans waren nun wieder zu hören. Die Nerven lagen nun auf beiden Seiten blank, das Spiel wurde aggressiver. „Ansehnlich war es am Ende nicht mehr, aber vom Kampf um die drei Punkte und unbedingtem Siegeswillen geprägt.“, resümierte später Dominik Hollmann. Konstanz bekam die hochkarätige Chance zum Ausgleich: In der Hektik blieb einer der Stürmer am Schusskreis ungedeckt und das Tor war nach dem Querpass praktisch leer. Instinktiv warf sich der Vaihinger Torhüter in den halbhohen Torschuss und konnte so den Ball, zwar etwas unkonventionell aber erfolgreich, mit einer Art Flugkopfball um den Torpfosten lenken. Es verblieben nun noch 90 Sekunden. Aus dem Abschlag entwickelte sich die nächste Torchance für Vaihingen. Im Getümmel kam es zu insgesamt 5 Torschüssen von Max und Hollmann, ehe Letzterer das 7:5 erzielen konnte. Die ganze Mannschaft feierte dieses Tor am Mittelkreis, Mit dem Wiederanstoß stürmte Konstanz mit allen Spielern wieder an. Frei vor dem völlig leeren Tor vergaben die Gastgeber dann jedoch ihre letzte Chance.

Mit neun Punkten ist der Club an der Enz nun zweiter in der zweiten Verbandsliga, punktgleich mit dem Spitzenreiter aus Bietigheim. Der Schein trügt jedoch, denn man hat auch von allen Teams die meisten Spiele absolviert. Im Ergebnis steht der wohl vorzeitige Klassenerhalt, was auch das Saisonziel ist. Beim letzten Spieltag für Vaihingen im Januar, will man aber auf alle Fälle erneut punkten. Schließlich ist dies dann der einzige Heimspieltag.   


Es spielten: Löpsinger – Zeeb, Brandauer, Hollmann, Max, Gerstung, Schmid.

 

2. Herren am ersten Spieltag zu knapp besetzt

 

Am vergangenen Samstag ging es für die völlig neubesetzte 2. Herrenmannschaft des Club an der Enz nach Karlsruhe zum Auftakt in die 6. Verbandsliga. Das Ergebnis dieser Umstrukturierung waren zwei klare Niederlagen gegen Heidelberg und Aalen.

 

Am Ende der letzten Saison feierte man in Vaihingen noch den Klassenerhalt beider Herrenmannschaften. Während der Spielpause wurde die 5. Verbandsliga dann reformiert und somit stieg der Club an der Enz, als Vorletzter, doch noch ab.

Zu dieser Hallensaison wurde der komplette Kader ausgetauscht. Hintergrund ist, dass die zweite Mannschaft grundsätzlich für die Heranführung der jungen und kommenden Herrenspieler an die 1. Mannschaft genutzt wird. Dieses Jahr kamen nun zusätzlich noch einige ältere Herrenspieler zum aktiven Hockeysport zurück. Als neuer Kapitän wurde Michael Mocker bestellt, der auch das Management der 2. Mannschaft übernahm.

Die taktische Grundformation musste ohne den verhinderten Trainer Manuel Max vom Spielfeld aus geregelt werden. Die anfängliche Unordnung nutzen die Heidelberger aus und gingen mit 0:1 in Führung. Doch wenige Minuten später konnte Kai Scheytt nach einer Strafecke, mit seinem ersten Herrentor, das 1:1 erzielen. So ging es dann auch in die Halbzeit. In der Halbzeitpause mussten die anfänglichen taktischen Schwächen schnell aufgearbeitet werden. Dies besserte sich dann auch, aber dennoch konnte Heidelberg erneut die Führung erzielen. Die erfahreneren Spieler der Vaihinger wussten jedoch, dass dies noch nicht das Ende war. Erneut konnte man nach einer Strafecke ausgleichen. Im Nachschuss erzielte Michael Mocker mit einem Schlenzer in den Torwinkel das 2:2. Nun machten sich aber die fehlenden Auswechselspieler bemerkbar. Den Enzstädtern fehlte die Kraft für Entlastungsangriffe und trotz starker Paraden von Moritz Oetinger hieß es am Ende 2:6.

Zwischen den beiden Spielen wurde vor allem regeneriert, jedoch war die Pause, wie sich zeigen sollte zu kurz. Gegen Aalen stand man deutlich besser und die taktischen Vorgaben wurden gut umgesetzt. Die läuferisch aufwendige Deckungsarbeit konnte allerdings nicht mehr geleistet werden und die wenigen Angriffe brachten nichts ein. Nach einem Rückstand zur Halbzeit von 0:3 ging das Spiel mit 0:5 verloren.

Trotz dieser beiden Niederlagen ging der Spaß am Hockeyspielen nicht verloren. Die älteren Spieler waren froh wieder unter Wettkampfbedingungen zu spielen und die jungen Nachwuchskräfte konnten sich durch starke Leistungen empfehlen. Kapitän Michael Mocker zog ein positives Resümee: „Wir waren technisch ebenbürtig und das, obwohl einige von uns jahrelang kein Hockey mehr gespielt haben. Natürlich fehlt dem ein oder anderen noch die Kondition, aber die konnte in den paar Wochen nicht aufgebaut werden. Schade nur, dass wir keine Auswechselspieler hatten.“ Seine Mitspieler stimmten dem zu. Der Spaßfaktor in der 2. Mannschaft wurde im Nachhinein auch immer von in die erste Mannschaft aufgerückten Spielern gelobt. Da ein Abstieg nicht möglich ist hat man nicht den unbedingten Erfolgsdruck, „dennoch wollen wir natürlich auch gewinnen.“, so Kai Scheytt, einer der jungen Spieler. Am besten wäre es, wenn der Club dies bereits beim nächsten Spieltag umsetzt, denn dann wäre die Freude am Hockey bei allen natürlich noch größer.

 

Es spielten: Oetinger – Scheytt, Mocker, Clauss, Preckel, Verschaeve.

Kicken oder gekickt werden. Das ist hier die Frage!

 

Am Sonntag, dem 2.12. hatte die WJB ihren 2.Spieltag bei den Stuttgarter Kickers. Ihnen standen dabei zwei Spiele gegen die Gastgeber 1 und 2 bevor.

 

Im ersten Spiel gegen die Kickers 1, einer der drei Topfavoriten dieser Saison (neben uns natürlich ☺), schlugen sich die Vaihingerinnen besonders zu Beginn sehr gut. Schon ein paar Sekunden nach Anpfiff hielten die CEVlerinnen dem Druckspiel ihrer Gegner stand und überraschten mit einem krass schnellen Tor durch Marie. 3 Ballkontakte, 1 Tor. Gute Bilanz ☺, doch allen war klar, dass die Kickers das nicht auf sich sitzen lassen würden. Und so glichen diese nicht nur nach kurzer Zeit wieder aus, sondern gingen mit unhaltbaren Ecken rasch mit 3:1 in Führung. Doch die Vaihingerinnen hatten das Spiel nicht aus den Händen gegeben, sie fighteten zusammen und so verringerte Caro den Vorsprung der Stuttgarterinnen nach einem schönen Doppelpassspiel mit Hannah zum 3:2. Im weiteren Spielverlauf hatten unsere Mädels noch einige schöne Torchancen, die jedoch nicht voll ausgenutzt werden konnten. Die Gegnerinnen im Gegenzug nutzen jeden noch so kleinen Fehler von Vaihinger Seite aus und schossen deshalb leider noch einige krasse Ecken und Tore. Endspielstand: 6:2. Nicht schlecht, wenn man bedenkt, mit wem man es hier zu tun hatte. Aber wenn man da noch so ein paar nette Erinnerung an das letzte Jahr hat, wie man die Kickers aus dem Halbfinale „gekickt" hat, hat das eindeutig noch Potenzial nach oben!

 

Im zweiten Spiel stand den Vaihinger Mädels die schlechtere, 2. Mannschaft der Kickers bevor. Draußen im Schnee aufgewärmt alla Löwengangnamstyle und Jürgenjochen konnte aber schon gar nichts mehr schief gehen☺. Dominant bewiesen sich die Vaihingerinnen von Anfang an. Zwar benötigten sie ein wenig Zeit, um das erste Tor zu schießen, und, um sich nach Lenas verletzungsbedingten Ausfall neu zu orientieren, fanden sich dann aber super ein und leiteten das Spiel nach einem kurzen, unglücklichen 2:2 Zwischenstand durchgehend. Besonders in der zweiten Halbzeit zeigten sich die Vaihingerinnen von ihrer Schokoladenseite. Schöne Kombinationen, gute Solos, und geile Torschüsse brachten ihnen das verdiente 7:2.

 

Insgesamt war das ein guter Spieltag, der unsere Mädels auf einen verdienten 3. Platz beförderte!!

 

Der nächste Spieltag ist am 13. Januar in Bietigheim gegen HC Ludwigsburg und SSV Ulm. Da kommt es dann auf die Qualifikation für die BaWü-Endrunde an. Fans sind immer willkommen und gewünscht! ...und kriegen manchmal sogar ein Stück Pizza ab;) (Und an dieser Stelle nochmal ein Dankeschön an Jonas für die Pizzen☺)

 

Aktion des Tages: Caro niest Sekunden vor dem Rauslaufen bei der Ecke, Lena wünscht voller Konzentration Gesundheit...Situativkomik :D

 

Gespielt haben: Magda, Marie N., Marie L., Anna, Hannah, Caro, Vanessa, Julia, Julia, Carlotta, Lena


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