Berichte Juli 2015

Späth rettet Hockeyherren vor Abstieg

 

In einer Hitzeschlacht bei 39 Grad Außentemperatur gelang dem Club an der Enz in der Schlussphase der Klassenerhalt in der 3. Verbandsliga.

 

Der sandverfüllte Kunstrasenplatz der Vaihinger sorgte neben den hohen Außentemperaturen für zusätzliche Wärmewirkung durch abstrahlende Wärme. „Die Bälle konnte man schon in der Hand verformen und schwarze Schuhsohlen heizten sich merklich auf.“, beschreibt Ludwig Schmid die Situation.

Trotz der Hitze ging es für den Club an der Enz um Alles. Am Vormittag konnte der Abstiegskonkurrent aus Ulm siegen und so brauchten die Vaihinger ebenfalls drei Punkte und noch dazu mit zwei Toren Vorsprung. Zu Spielbeginn setzte das Heimteam auf Pressing und erarbeitete sich Großchancen im Minutentakt. Gleich in der ersten Spielminute war Manuel Max frei vor dem gegnerischen Torhüter, traf aber nur die Querlatte. Alle zehn Minuten wurde das Spiel durch die Schiedsrichter für Trinkpausen unterbrochen, sodass sich Trainer Konwiarz viele Gelegenheiten boten, um auf sein Team einzuwirken. Nach knapp 20 Minuten setzte sich Max in seinem letzten Spiel – er wechselt zur kommenden Feldsaison nach Bietigheim –  mit einer Einzelaktion durch und verwandelte zur 1:0-Führung. Kurz vor der Pause bekam dann aber Mannheim die Partie besser in den Griff und konnte ebenfalls in der Offensive gefährlich werden. Nach einem Konter war Mannheims Außenstürmer der Vaihinger Verteidigung enteilt. Sein Schuss konnte Vaihingens Torhüter noch an die Latte lenken, im zweiten Versuch fiel dann aber der Ausgleich für die Gäste. In der Halbzeitpause motivierte Romano Konwiarz seine Spieler weiterhin vorne aggressiv zu sein, dabei aber nicht die Abwehr zu vernachlässigen.

Mannheim gelang es nach dem Seitenwechsel jedoch sich besser gegen das Vaihinger Pressing zu wehren. Mit langen Flugbällen konnten die Gäste sogar Überzahlsituationen im Angriff schaffen, aus denen einige Strafecken resultierten. Der Club an der Enz wurde dadurch in die eigene Hälfte zurück gedrängt und verlor den Zugriff auf das Spiel. Erst in der Schlussviertelstunde konnte Vaihingen wieder mehr Spielkontrolle entwickeln und eigene Chancen erarbeiten. Ludwig Schmid war es dann, der für sein Team nochmals Hoffnung aufkommen ließ, als er fünf Minuten vor Spielende mit einem Rückhandschuss vom Schusskreisrand das 2:1 erzielte. Vaihingens Trainer blieb dann eine letzte Auszeit, um sein Team nochmals zu sammeln und einen Plan für das noch fehlende eine Tor zu besprechen. „Meine Aufstellung stand eigentlich schon, als Matthias Späth mir mitteilte, dass er die letzten Minuten unbedingt spielen wolle.“, beschreibt Konwiarz die Pausenansprache. Die nächste Torchance hatte dann aber nochmals der Mannheimer HC. Torhüter Löpsinger antizipierte den letzten Passweg aber gut, fing den Ball ab und trieb seine Mitspieler dann an das fehlende Tor zu erzielen: „Man will am Ende auf keinen Fall wegen einem Tor absteigen, vor allem nicht nach der Aufholjagd in den letzten Spielen. Das Ende war dann aber nur noch wahnsinnig.“, beschreibt Vaihingens Torhüter die letzten beiden Spielminuten. Matthias Späth wurde von Manuel Max mustergültig am Schusskreisrand bedient und erzielte von dort aus das so wichtige 3:1 für die Vaihinger. Der Club an der Enz formierte danach einen Abwehrriegel um das Ergebnis zu sichern. Nach einer Balleroberung gelang dann nochmals ein Angriff. Zunächst scheiterte Max noch am gegnerischen Torhüter, den Nachschuss verwandelte dann erneut Späth zum sicheren Klassenerhalt für sein Team.

Die Freude der Vaihinger war nach dem Spiel entsprechend groß, vor allem aufgrund der hohen Spannung im letzten Spiel. Kapitän Zeeb brachte die Saison dann noch auf den Punkt: „Wir haben am Anfang nicht immer gut gespielt, aber in den letzten drei Spielen haben wir uns den Klassenerhalt klar verdient. Wir haben als super Team das Spiel in Ulm gedreht, in Heilbronn trotz Unterzahl ein Unentschieden erkämpft und heute hat sich jeder in der Hitze aufgeopfert.“  

 

Es spielten: Löpsinger – Zeeb, Schmid, Max, Gerstung, Späth, Borimann, Brand, Weber, Cioflica, Uhrig, Mall, Scheytt, Konwiarz, Brandauer.


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