Berichte Juni 2015

Nächster Schritt zum Klassenerhalt

 

Teilweise in doppelter Unterzahl erkämpften sich die Vaihinger Hockeyherren in Ulm ein 3:3. Hollmann mit schwerer Schulterverletzung ins Krankenhaus

 

Im Kampf um den Klassenerhalt traf der Club an der Enz am vergangenen Samstag auf Heilbronn. Ziel war es auch hier zu punkten und den Tabellenletzten Ulm somit weiter zu distanzieren. Von Beginn an fiel im Vaihinger Spiel das Fehlen von Mittelfeldregisseur Ludwig Schmid auf. Unter diesen Umständen taten sich die Gäste im Spielaufbau schwer und versuchten es mit langen Passstafetten über die Außenbahnen. Eine besondere Rolle im Defensivverhalten kam Thomas Weber zu, der Heilbronns Spielmacher das komplette Spiel in Manndeckung nahm. Dementsprechend war das Heilbronner Spiel von vielen langen Bällen in den gegnerischen Schusskreis geprägt. Kein Wunder, dass sich die erste Chance des Spiels aus solch einem Ball ergab. Vaihingens Abwehrspieler verpassten den Ball und so konnte Heilbronns Stürmer völlig frei zum 1:0 treffen. Immer wieder konnte auch der Club an der Enz mit langen Bällen für Gefahr sorgen. Als es hingegen Dominik Hollmann nach zehn Minuten mit einer Einzelaktion versuchte, kam es zu einem harten Zusammenprall mit Heilbronns Verteidiger. Während dieser unbeschadet weiterspielen konnte, musste Hollmann mit Verdacht auf eine Schulterfraktur ins Krankenhaus gebracht werden. Trotz der Unterzahl gelang es den Gästen aus Vaihingen kurz danach durch Manuel Max den Ausgleich zu erzielen. Von der Eckfahne dribbelte er sich durch und vollendete sicher.

Ansonsten blieb das Spiel chancenarm, auch weil Vaihingen sich mit nur zehn Mann weit zurückzog. Dennoch konnte Heilbronn mit einer Kopie des ersten Tors erneut in Führung gehen und diesen Vorsprung dann auch die restlichen 15 Minuten bis in die Halbzeit retten.

Trainer Konwiarz schwor seine Spieler in der Pause darauf ein das Spiel noch nicht abzuschreiben, sondern weiterhin auch nach vorne zu spielen.

Seine Spieler folgten der Anweisung, mussten dafür aber mehr Lücken in der Defensive zulassen. Mit guten Aktionen konnte Vaihingens Torhüter jedoch jeglichen Torschuss der Heilbronner abwehren. Bei Vaihingen fehlte hingegen in der Offensive meist der letzte Pass, um eine Torchance zu kreieren. In der Schlussphase gelang es dann Heilbronn durch einen Konter das vermeintlich vorentscheidende 3:1 zu erzielen. Der Club an der Enz musste die letzten Minuten dann auch größtenteils in doppelter Unterzahl absolvieren. Zunächst fehlte Brand aufgrund einer offenen Wunde an der Hand, nach dessen Rückkehr wurde kurze Zeit später Kapitän Zeeb wegen Meckerns mit einer Zeitstrafe belegt. Den Vaihingern gelang es dennoch sich Überzahlsituationen im Angriff zu erspielen. Nach einem schnellen Angriff konnte erneut Max, wie in der ersten Halbzeit, nach einem Dribbling den Anschlusstreffer machen. Angespornt von diesem Tor konterten die Gäste mit letzter Kraft gleich nochmals. Nach einem Flugball von Gerstung überlupfte Max den Heimtorhüter und konnte kurz vor dem Tor nur noch durch ein Foulspiel gestoppt werden. Den fälligen Siebenmeter verwandelte der gefoulte selbst zum 3:3 Endstand.

„Das war ein wahnsinniges Spiel heute. Die Mannschaft hat eine unglaubliche Kampfleistung erbracht und sich selbst mit dem Punktgewinn belohnt.“, freute sich Trainer Konwiarz.

Weil der SSV Ulm am selben Wochenende in Mannheim verlor, beträgt der Vorsprung des Club an der Enz auf den Tabellenletzten nun drei Punkte, bei einem besseren Torverhältnis für die Vaihinger. Einige Stunden nach Schlusspfiff bewahrheitete sich der Verdacht zu Hollmanns Verletzung: „Wir hatten mit ihm Kontakt und es ist definitiv was gebrochen. Die Operation findet kommenden Freitag statt. Klar, dass er den Rest der Saison ausfällt. Wie lange es insgesamt dauern wird ist noch unklar.“, stellte Kapitän Zeeb fest.

 

Es spielten: Löpsinger – Zeeb, Hollmann, Max, Gerstung, Späth, Borimann, Brand, Weber, Cioflica, Uhrig.

Hockeyherren mit Befreiungsschlag

 

Bei einer Niederlage in Ulm hätte der Club an der Enz kaum mehr Chancen auf den Klassenerhalt gehabt. Durch den 5:3 Auswärtssieg ist die Ausgangslage nun deutlich besser.

 

Am Vorabend erreichte Vaihingen noch die schlechte Nachricht, dass Dominik Hollmann mit einem Magen-Darm-Infekt für das bis dato wichtigste Saisonspiel ausfallen würde. In der sonntäglichen Mittagshitze konnte der Club an der Enz daher nur 11 Spieler aufbieten.

Bereits nach fünf Minuten konnten dann auch noch die Gastgeber in Führung gehen. Nach einer Freischlagsituation konnte Vaihingens Torhüter Löpsinger zwei Mal mit überragendem Reflex parieren, der dritte Schussversuch ging dann aber ins Tor. Die Spielanteile blieben in der Folge ausgeglichen, allerdings setzten sich die Ulmer in den entscheidenden Situationen immer wieder durch, woraus mehrere Strafecken entstanden. Nach 12 Spielminuten führte eine Eckenvariante dann zum 2:0. Dennoch motivierten sich die Vaihinger für die dann folgende Aufholjagd. „Jedem war klar, dass die Saison bei einer Niederlage so gut wie vorbei gewesen wäre. Diese Drucksituation konnten wir in Willenskraft und Laufbereitschaft umsetzen.“, lobt Vaihingens Torhüter. Der Club an der Enz dominierte die restliche erste Halbzeit das Spielgeschehen und Ulm konnte keine klaren Angriffe mehr spielen. Bei Ballverlusten spielte Vaihingen Offensivpressing und eroberte den Ball umgehend zurück. Wenn Ulm hingegen nach Abschläge Ruhesituationen hatte, stellten die Vaihinger in der eigenen Hälfte die Räume konsequent zu. „Diese gemischte Spielweise hat heute richtig gut funktioniert, weil wir als Mannschaft alles richtig gemacht haben.“, freute sich Trainer Konwiarz. Die Mannschaftsleitung war es auch, aus der immer wieder gefährliche Torchancen entstanden. Die erste nutze nach 20 Spielminuten Dennis Borimann, der eine Hereingabe per Stecher zum Anschluss verwandelte. Fünf Minuten vor der Halbzeitpause erzielte Manuel Max dann den Ausgleichstreffer. Entsprechend zufrieden konnten die Enzstädter in die Pause gehen, obgleich mit der zweiten Halbzeit noch eine große Herausforderung bevorstand.

Die Gastgeber stellten zum Seitenwechsel um und konnten dadurch Überzahlsituationen schaffen. Vaihingens Defensive verlor dadurch etwas die Kontrolle und musste mehrere Torchancen zulassen. Nach zehn Minuten in Hälfte zwei schlug dann aber wieder Torjäger Max zu und konnte sein Team nach einem Konter mit 2:3 in Führung bringen. Weiterhin bekam Vaihingen jedoch die Ulmer Angriffe nicht mehr so gut in den Griff. Es fehlte die Kraft um die Räume konsequent zuzustellen. So tauchte kurz nach der Führung ein Ulmer Stürmer frei im Schusskreis auf und konnte mit einem Sonntagsschuss ins lange Eck den erneuten Ausgleich erzielen. Nach einer Auszeit warfen die Vaihinger dann nochmals alles in die Waagschale. Für die erneute Vaihinger Führung war wieder die Sersheim-Connection verantwortlich. Manuel Max spielte eine Eckenvariante auf Dennis Borimann, der den Ball gekonnt im Tor unterbrachte. Diese Führung sollte verteidigt werden, die letzten fünf Minuten wurden dann aber nochmals hektisch. Nach einem Regelverstoß wurde Ulm das 4:4 aberkannt, im direkten Gegenzug konnte dann Borimann das vorentscheidende 3:5 für den Club an der Enz erzielen.

„Heute hat alles gestimmt. Wir hatten eine gute Torquote, haben hinten die Räume zugemacht und etwas Glück hatten wir auch. Vor allem aber haben wir die Herausforderung auch in kritischen Situationen als Mannschaft gelöst.“, fasst Kapitän Zeeb zusammen.

Im Restprogramm hat Ulm noch drei Spiele, zwei davon aber gegen die beiden Aufstiegsaspiranten Bruchsal und Ludwigsburg. Die Vaihinger müssen nächste Woche nach Heilbronn und haben am letzten Spieltag Mannheim zu Gast. „Prognosen und Rechenspiele sind immer schwierig, weil es zu viele Eventualitäten gibt. Für uns galt es heute dieses Spiel zu gewinnen, um für den Endspurt gut positioniert zu sein. Das haben wir geschafft und darüber freuen wir uns. Wir werden versuchen unsere verbleibenden Spiele zu gewinnen, Ulm wird das ebenfalls tun. Am Ende sehen wir dann wem es mit wie vielen Punkten zum Klassenerhalt gereicht hat.“, verdeutlicht Trainer Konwairz.

 

Es spielten: Löpsinger – Zeeb, Schmid, Max, Gerstung, Späth, Borimann, Brand, Brandauer, Cioflica, Uhrig.


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