Berichte Mai 2013

Frust bei Vaihinger Hockeyherren wächst

 

Die Niederlagenserie des Club an der Enz setzt sich auch gegen Aalen fort. Nach einer starken ersten Halbzeit wird das Spiel aus der Hand gegeben.

 

Trotz der Forderung an die Spieler den entscheidenden Spielen im Abstiegskampf nun höchste Priorität zu verleihen, gab es wenige Stunden vor Spielbeginn zwei kurzfristige Absagen. Dies war auch nicht durch das Gastspiel von Tobias Klich aus München und die Rückkehr von Eric Wörner von einem längeren Auslandsaufenthalt komplett aufzufangen. Im Gegensatz zu den Gästen aus Aalen, konnten die Vaihinger erneut nicht in Bestbesetzung auflaufen. „Es gab noch kein Spiel in dieser Saison, bei dem mal alle dabei gewesen wären. Immer fehlen spielstarke Leute, die dann kurzfristig ersetzt werden sollen.“, merkte ein verärgerter Kapitän Zeeb an.

Gleich zu Spielbeginn gab es den nächsten Dämpfer für den Club an der Enz. Nach nur sieben Minuten gingen nämlich die Gäste in Führung. Die Zuordnung in der erneut umgebauten Defensive stimmte nicht und nach einer scharfen Flanke stand ein Aalener Stürmer frei am langen Pfosten. Das Tor war dann nur noch Formsache. Dieses wirkte jedoch wie ein Wegruf für die Vaihinger. Die gesamte Mannschaft nahm nun den Abstiegskampf an. Allen voran war es Julio Magdalena, der auf der rechten Außenbahn von Schusskreis zu Schusskreis ansehnliches Hochgeschwindigkeitshockey zeigte. Die Folge des druckvollen Spiels des Club an der Enz waren zahlreiche Torchancen. In der 17. Spielminute erzwang Manuel Max dann den Ausgleich. Im Zweikampf mit dem gegnerischen Torhüter setzte er sich mit viel Körpereinsatz durch und schob in das dann leere Tor ein. Die Enzstädter ließen nicht nach und setzten weiterhin auf schnelles Angriffsspiel, wobei Aalen lediglich durch den ein oder anderen Konter zu harmlosen Torchancen kam. Auch zwei Auszeiten konnten die Vaihinger nicht aus dem Spielfluss bringen. Das einzige Manko war nach den ersten 35 Spielminuten die Tatsache, dass die drückende Überlegenheit nicht in Tore umgemünzt wurde. Dennoch gab es von Trainerin Annika Brust viel Lob für die kämpferische Leistung ihres Teams. Gleichzeitig sollte aber in der zweiten Halbzeit die Hektik aus dem eigenen Spiel verschwinden.

Die Gäste aus Aalen hatten in der Pause jedoch offenbar ein Mittel gegen das druckvolle Vaihinger Angriffsspiel gefunden. Da die erste Halbzeit den Club an der Enz zudem viel Kraft gekostet hatte verlagerten sich die Spielanteile zunehmend zu Gunsten der Gäste. Die Defensivarbeit der Vaihinger offenbarte immer mehr Lücken. Nach 50 Minuten rettete Vaihingens Torhüter in größter Not gegen einen mitten im Schusskreis freistehenden gegnerischen Stürmer. Nur kurz darauf bekam Aalen eine Strafecke zugesprochen. Der Schlenzer ging unhaltbar in den rechten oberen Torwinkel. Dennoch wollten die Vaihinger das Spiel nochmals drehen. Wirklich zwingende Torchancen blieben jedoch aus. Zudem brach bei Stürmer Max nach 55 Minuten eine Knöchelverletzung wieder auf und er musste längere Zeit auf der Bank behandelt werden. Die Entscheidung folgte dann durch zwei Siebenmeter für Aalen innerhalb von nur wenigen Minuten, die die Schützen der Gastgeber auch zielsicher zum 1:4 Endstand verwandelten. Beide Male führte eine Körperabwehr auf der Torlinie zu dieser Schiedsrichterentscheidung. Trotz einer sehr guten ersten Halbzeit steht der Club an der Enz am Ende wieder ohne Punkte da. „Während die anderen Teams stetig Punkte sammeln stagnieren wir. Zusätzlich frustriert es alle zu wissen, dass die nötigen Punkte am Ende wohl deshalb fehlen werden, weil den Spielen immer wieder andere Privattermine vorgezogen werden und dadurch laufend wichtige Spieler fehlen.“, fasst Vaihingens Torhüter zusammen. Um den Klassenerhalt noch zu schaffen müsste der Club an der Enz von den noch möglichen 15 Punkten mindestens 10 erreichen. Vaihingens Trainerin stellt klar: „Wir haben jetzt vier Wochen Pause und werden in dieser Zeit klären müssen wie die Prioritäten in der Mannschaft aussehen.“

 

Es spielten: Löpsinger – Zeeb, Brandauer, Schmid, Preckel, Klich, Gerstung, Clauss, Wörner, Oetinger, Magdalena, Hachtel, Max.

 


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