Berichte Mai 2015

Vaihinger Herren verlieren gegen Tabellenführer

 

Nach einer ersten Halbzeit auf Augenhöhe demonstrierte der Tabellenführer aus Bruchsal in Halbzeit zwei seine Stärke und gewinnt in Vaihingen klar.

 

Den Vaihinger Hockeyherren war bewusst, dass das Duell mit der TSG Bruchsal zum denkbar ungünstigen Zeitpunkt kam, weil nach der deutlichen Niederlage in der Vorwoche wenig Trainingszeit blieb.

Trotzdem wollte man dem Tabellenführer ebenbürtig begegnen. Die Partie begann wie erwartet mit sehr körperbetontem Spiel der Gäste mit dem einige Vaihinger Probleme hatten. Dadurch gelang es Bruchsal sich früh eine Strafecke zu erarbeiten. Ein präziser Flachschlag in die rechte Torecke konnte auch von Vaihingens Kapitän, der auf der Torlinie stand, nicht mehr abgewehrt werden. Nach diesem frühen Rückschlag hielt Vaihingen dann aber kollektiv und ebenso körperbetont dagegen. Durch Manndeckung der beiden Bruchsaler Spielgestalter gelang es Gästechancen nahezu komplett zu unterbinden. Stattdessen kreierte Vaihingen mit seinen individuell starken Angriffsleuten mehrere Ausgleichschancen, die jedoch nicht genutzt werden konnten. Wie so oft wurden diese vergebenen Gelegenheiten dann vom Gegner bestraft, der es besser machte. Über die Grundlinie setzte sich Bruchsal durch und nach 25 Minuten konnte deren Stürmer freistehend aus kurzer Distanz das 0:2 erzielen. Mit diesem Spielstand ging es dann zehn Minuten später auch in die Halbzeitpause. "Wir waren in der ersten Halbzeit voll auf Augenhöhe, aber wir haben es nicht geschafft das entsprechende Ergebnis zu erzielen.", kommentiert Spielmacher Schmid. Die Vaihinger nahmen sich vor im zweiten Durchgang noch konsequenter den Weg zum Tor zu suchen. Dies gelang dem Club an der Enz auch sehr gut. Weiterhin behielt man die entscheidenen Spieler der Bruchsaler im Griff und startete immer wieder gute Angriffe. Die beste Chance hatte nach 45 Minuten Hollmann, der nach einem schönen Solo nur den langen Pfosten traf. Fünf Minuten später fing sich der Club an der Enz dann aber den rückblickend vorentscheidenden Konter ein. Drei Vaihinger konnten gegen fünf Bruchsaler nicht viel ausrichten und kassierten das 0:3. Die Gastgeber versuchten in der Folge nochmals alles und spielten mit hohem Offensivdruck. Auch dieser Plan ging offensiv fast auf, allerdings kam der letzte Pass grundsätzlich nicht beim eigenen Mann an. Hier manifestierte hingegen Bruchsal seinen Anspruch auf die Tabellenführung und startete in den letzten zehn Spielminuten immer wieder erfolgsbringende Konter. Auch wenn Torhüter Löpsinger und seine Vorderleute davon einige abwehren konnten, stand es am Ende 0:5. "Es wäre sicherlich dem Spielverlauf entsprechender gewesen, wenn bei uns ebenfalls ein paar Tore auf der Habenseite gestanden hätten, aber auch ein 3:5 hätte null Punkte bedeutet.", stellt Vaihingens Torhüter fest.

"Wir haben durch Pfingsten jetzt etwas Spielpause und müssen uns in dieser Zeit für den Abstiegskampf wappnen. Entscheidend wird wahrscheinlich die Partie gegen die direkte Konkurrenz in Ulm werden.", gibt Kapitän Zeeb vor.

 

Es spielten: Löpsinger - Uhrig, Zeeb, Cioflica, Schmid, Späth, Max, Gerstung, Hollmann, Scheytt, Borimann.

Hockeyherren mit deutlicher Niederlage

 

Der Club an der Enz verliert sein Spiel gegen den HC Ludwigsburg vor allem wegen einer extrem schwachen Leistung in der ersten Halbzeit verdient mit 1:8.

 

Vaihingen musste beim Auswärtsspiel in Ludwigsburg auf seine komplette Innenverteidigung verzichten. Hinzu kam, dass die Hockeymänner kollektiv einen rabenschwarzen Tag erwischten. Bereits nach zwei Minuten geriet Vaihingen in Rückstand. Vorausgegangen war eine Strafecke, die Ludwigsburg mit einer cleveren Variante verwertete. Der Club an der Enz wollte gegen eine technisch starken Gegner die eigene Geschwindigkeit als Vorteil nutzen. In zahlreichen Einzelaktionen ging der Ball dabei aber zu oft verloren. Ludwigsburg hingegen spielte seine Stärken voll aus und ging mit der zweiten Strafecke mit 2:0 in Führung.

Im Gegenzug könnte Manuel Max ebenfalls nach einer Strafecke den Anschluss erzielen. Vaihingens Torhüter vereitelte dann in der 15. Minute mit einem starken Reflex die nächste Großchance für Ludwigsburg. Für kurze Zeit schien es dann, als könnte der Club an der Enz das Spiel drehen. Allerdings folgten dann 20 Minuten in denen der Club an der Enz einen Fehler an den nächsten reihte. Im Defensivverhalten klafften riesige Lücken und in den Zweikämpfen stellten sich die Gäste äußerst unclever an. Hinzu kam, dass die wenigen Offensivaktionen ebenso unglücklich versandeten. "Man hat überall Probleme gesehen, aber es fehlte uns jeglicher Lösungsansatz.", stellt Ersatzkapitän Schmid klar. Hinzu kam, dass sicherlich auch die ordnende Hand von Trainer Konwiarz fehlte, der im wohlverdienten Urlaub war. "Das ist aber sicherlich nicht spielentscheidend gewesen, wir waren einfach nur schlecht und jeder weiß, dass er es hätte deutlich besser machen können.", kommentiert Vaihingens Torhüter. Diese Leistung des Club an der Enz führte dann auch zu einem verdienten 1:6 Pausenstand, hauptsächlich durch Strafecken der Ludwigsburger.

In der Halbzeit unternahm der Club an der Enz dann die einzig richtige Maßnahmen und stellte komplett auf defensive Manndeckung um, damit der Schaden in Grenzen gehalten werden konnte. Dies zeigte auch Wirkung und die Hockeymänner konnten unter großem läuferischen Aufwand die Ludwigsburger Chancen eindämmen. Offensiv musste sich Vaihingen dafür aber auf Konter begrenzen, aus denen aber keine nennenswerten Torchancen entstanden. Das Spiel war aufgrund der Vaihinger Defensivtaktik auf den Raum zwischen den Schusskreisen beschränkt. Zehn Minuten vor Schluss fiel dann aber dennoch das nächste Ludwigsburger Tor. Nach Foulspiel im eigenen Schusskreis konnte Ludwigsburgs Mittelstürmer den fälligen Siebenmeter sicher verwandeln. Den 8:1 Endstand erzielte Ludwigsburg dann drei Minuten vor Spielende durch eine schöne Einzelaktion.

Die richtige Einstellung konnte man den Vaihingern bis zum Schlusspfiff nicht absprechen. "Der Einsatz hat bis zum Ende gestimmt, aber nach der ersten Hälfte war das Spiel nicht mehr zu retten.", stellt Schmid klar.

In einer Woche muss der Club an der Enz wieder zur alten Stärke zurückfinden, um gegen Bruchsal, die überraschend an der Tabellenspitze stehen, zu punkten.

 

Es spielten: Löpsinger - Uhrig, Weber, Brandauer, Schmid, Späth, Max, Gerstung, Brand, Hollmann, Scheytt.


E-Mail

Anfahrt