Berichte Oktober 2012

Club an der Enz – HC Tübingen

 

Hockeyherren mit klarer Niederlage vor der Winterpause

 

Die Hockeyherren des Club an der Enz gehen nach einer klaren 0:7-Niederlage mit drei Punkten in die Winterpause der Feldsaison.

 

Bei wunderbarem Herbstwetter waren zahlreiche Zuschauer auf der Vaihinger Hockeyanlage erschienen um das letzte Spiel der Hockeyherren vor der Winterpause zu sehen.

In den letzten Jahren hatte sich bereits gezeigt, dass Tübingen als Universitätsstadt von dem Problem, das Vereine wie Vaihingen haben, profitieren. Während der Club an der Enz jährlich studienbedingte Abgänge wegstecken muss, haben die Herren des HC Tübingen mit jedem Semesterbeginn einen natürlichen, deutschlandweiten Zulauf.

Vaihingen konnte mit dem wieder genesen Dominik Hollmann und der Aushilfe des erfahrenen Thilo Förnzler den eigenen Kader auf 15 Mann aufstocken. Der HC Tübingen trat mit der Maximalzahl von 16 Spielern an.

Der Spielbeginn wurde von Vaihingen eindeutig aus der Hand gegeben. Vom Anpfiff weck spielte Tübingen Pressing und noch nicht voll konzentrierte Vaihinger versuchten Ordnung in die eigenen Aktionen zu bringen. Nach nur fünf Minuten kombinierte sich Tübingen über links in den Schusskreis. Gleich zwei Stürmer standen frei und das 0:1 aus kurzer Distanz war nicht mehr zu vermeiden. Die Defensivarbeit der gesamten Mannschaft des Club an der Enz versank zunehmend in einer chaotischen Mischung aus Mann- und Raumdeckung. Nach zehn Spielminuten holte Tübingen eine Strafecke heraus und verwandelte diese im zweiten Anlauf. Rückblickend war das Spiel nun bereits entschieden. Das Tübinger Pressing erschwerte einen konstruktiven Spielaufbau über die jungen und deshalb naturgemäß noch unerfahrenen Außenverteidiger. Ludwig Schmid versuchte die Stürmer mit langen Flugbällen einzusetzen, doch dies wurde schnell von Tübingen durchschaut. Nach einer Auszeit des Club an der Enz konnten, weiterhin in Unordnung, einige Torchancen der Tübinger durch die Verteidiger oder den Torhüter abgewehrt werden. In der 27. Spielminute konnte dann jedoch ein Tübinger durch das komplette Mittelfed marschieren und das 0:3 erzielen. Danach spielten sich die letzten Minuten bis zur Halbzeit im Mittelfeld ohne nennenswerte Torchancen ab. Praktisch mit dem Schlusspfiff konnte Tübingen dann aber doch noch die Führung auf 0:4 ausbauen.

Die Stimmung in der Halbzeit war erwartungsgemäß schlecht. Ludwig Schmid forderte einen couragierteren Auftritt mit mehr defensiver Laufarbeit für die zweiten 35 Minuten.

Dies zeigte zunächst auch Wirkung: Der Club an der Enz hielt die Tübinger vom eigenen Tor weg und zeigte „dass wir gutes Hockey spielen können“ (Halbzeitzitat Ludwig Schmid). Es boten sich die ersten guten Torgelegenheiten für Vaihingen. Wenig später musste dann Kapitän Zeeb nach einem ruppigen Zweikampf mit einer Zeitstrafe vom Feld. Tübingen konnte im Anschluss an diese Aktion nach einer scharfen Hereingabe auf 0:4 erhöhen. Das Fehlen des Abwehrchefs zeigte sich in der 50. Minute erneut. Ein Tübinger Mittelfeldspieler hatte zentral vor dem Tor freie Bahn und überwand Vaihingens Tormann mit einem technisch anspruchsvollen Heber aus vollem Lauf. Der Club an der Enz kämpfte weiterhin und zeigte in vielen Situationen den geforderten Willen um sich anständig zu präsentieren. Trotzdem konnte das schnelle Spiel der Tübinger, die die klar bessere Mannschaft waren, nicht ausgeschalten werden und es fielen zwei weitere Tore zum 0:7 Endstand. Dennoch „war das unser schlechtestes Spiel und jeder blieb deutlich unter seinen Möglichkeiten.“, merkte Manuel Max nach dem Spiel an. Daniel Löpsinger resümierte den ersten Teil der Saison: „Der letzte Tabellenplatz sieht jetzt deutlich schlechter aus, als wir eigentlich sind, denn wegen des knappen Personals haben wir auch gegen die schlechteren Mannschaften verloren.“

Von November bis April ist die Feldrunde nun durch die Hallensaison unterbrochen. Vaihingen spielt auch hier in der 2. Verbandsliga. Danach findet der mit zwei Dritteln der Spiele größere Teil der Feldsaison statt.

 

Es spielten: Löpsinger – Zeeb, Brandauer, Scheytt, Oetinger, Gerstung, Magdalena, Schmid, Max, Clauss, Ochieng, Hollmann, Förnzler, Borimann, Konwiarz.

Hockeyherren mit unnötiger Niederlage in Böblingen

 

In Unterzahl mussten die Vaihinger Hockeyherren am vergangenen Sonntag in Böblingen antreten. Trotz einer kämpferischen Leistung konnten die Vaihinger einen 0:1 Rückstand nicht mehr aufholen.

 

Bereits vor der Abfahrt nach Böblingen gab es die erste Hiobsbotschaft für den Club an der Enz. Mit Simon Knudsen fiel ein weiterer Spieler kurzfristig aus. Neben ihm fehlten insgesamt 8 Spieler aufgrund von Verletzungen, Trainingsrückstand oder Terminkonflikten.

Bei regnerischem Wetter mit kühlen Temperaturen stellte Trainer Karl-Heinz Brust sein Team dementsprechend defensiv auf. Auf einen Stoßstürmer wurde verzichtet um möglichst lange ein Gegentor zu vermeiden. Dominik Hollmann, der eigentlich im zentralen Mittelfeld spielt, musste den abwesenden Kapitän, Jan-Michael Zeeb in der Abwehr vertreten.

Die Vaihinger spielten zu Beginn vor allem auf Ballbesitz und versuchten mit Flugbällen oder Einzelaktionen vor das Böblinger Tor zu gelangen. Trotz der Überzahl kam Böblingen in den ersten 20 Minuten nur drei Mal vor das Vaihinger Tor. Interimskapitän Daniel Löpsinger konnte zwei, im Endeffekt eher harmlose Schüsse,  abwehren. Die dritte Chance vergab der Böblinger Stürmer als er freistehend vor dem Tor den Ball mit voller Wucht am Tor vorbei schlug. In der 24. Minute kam es dann zu einer Vaihinger Fehlerkette. Manuel Max verlor den Ball in der Vorwärtsbewegung und Vaihinges Torhüter verursachte beim Böblinger Konter eine unnötige Strafecke. Max konnte diese auf Kosten einer weiteren Ecke entschärfen. Den folgenden Schuss konnte auch Abwehrmann Bene Schneider nicht mehr um den Pfosten lenken und es stand 1:0 für Böblingen. Vaihingen bekam durch Daniel Clauss noch einmal eine gute Chance, die aber nicht genutzt werden konnte. Kurz vor der Halbzeit verletzte sich dann auch noch Dominik Hollmann am Oberschenkel, als er zu einem Sprint ansetzte.

In der Halbzeitpause ging es vor allem darum sich für die zweite Hälfte auszuruhen. Trotz der Unterzahl bestand die Chance noch auszugleichen.

Die zweite Halbzeit wurde von Vaihingen dominiert. Böblingen konnte die eigene Überzahl über das komplette Spiel nicht wirklich nutzen und kam nur noch zu zwei Torchancen.  Auf der Gegenseite scheiterte Vaihingen mehrmals am Böblinger Schlussmann. Die beste Chance hatte dabei Philipp Gerstung nach einer scharfen Hereingabe von Manuel Max.

Trainer Brust nahm 10 Minuten vor Schluss nochmals eine Auszeit um die Taktik für die Schlussoffensive zu besprechen. Da Vaihingen nun nur noch mit drei Spielern verteidigte bot sich für Böblingen noch eine letzte Konterchance. Im eins gegen eins blieb Vaihingens Torhüter aber Sieger. Man merkte den Spielern des Club an der Enz an, dass das Spiel in Unterzahl sehr viel Kraft gekostet hatte und so brachte die Schlussoffensive nichts mehr ein.

In der Nachbesprechung analysierte Brust treffend, dass mit einem vollen Kader ein Sieg durchaus möglich gewesen wäre und der Punktverlust somit unnötig und vermeidbar war. Er lobte den Kampfgeist der Anwesenden und mahnte an, dass spielerische Klasse irgendwann nichts mehr hilft, wenn nicht ausreichend Spieler an Bord sind. Die Gründe werden intern aufgearbeitet um beim Spiel am kommenden Samstag den nächsten Heimsieg einzufahren.

Der Spieltag endete wie er angefangen hatte mit einer schlechten Nachricht: Bene Schneider informierte Vaihingens Teammanger am Abend, dass ihm im Krankenhaus ein Bruch des linken Zeigefingers, der nach einem Zweikampf angeschwollen war, diagnostiziert wurde. Er fällt für die beiden letzten Spiele vor der Winterpause definitiv aus.

 

Es spielten: Löpsinger – Schmid, Schneider, Max, Oetinger, Borimann, Scheytt, Gerstung, Clauss, Borimann, Hollmann.


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