Berichte September 2012

Hockey: Club an der Enz – ETSV Offenburg

 

Die durch vier Jugendspieler verstärkten Vaihinger Hockeyherren konnten gegen den bisher Erstplatzierten Konkurrenten, Offenburg, ihre ersten drei Punkte der Saison einfahren und sind somit in der neuen, alten Liga angekommen. Moritz Oetinger, einer dieser Jugendspieler, der den verhinderten Stammtorhüter Daniel Löpsinger glänzend vertrat, konnte zusätzlich zu den drei Punkten auch ein gelungenes Debüt in der Herenmannschaft feiern.

 

Nach einer hektischen Anfangsphase beruhigte sich das Spiel ein wenig und die Vaihinger begannen den Gegner in dessen Hälfte festzusetzen. Mit der Dominanz kam aber auch wieder das alte Vaihinger Problem der Chancenverwertung auf: Die bis zur 15. Minute andauernde Übermacht wurde nicht in Zählbares verwertet und die Enzstädter gerieten durch ein schnelles Kontertor mit 0:1 in Rückstand.

Von nun an wurde das Spiel auf beiden Seiten sehr unsicher und war von Absprachefehlern und Fehlpässen geprägt.

In der Halbzeit schien der, aus der Not eingesetzte, ehemalige Vaihinger Herrenspieler, Felix Gantenbein, seiner Rolle als Trainer mehr als gerecht zu werden: In der 2. Hälfte spielten die Vaihinger viel sicherer und ruhiger. Diese Abgeklärtheit hatte auch Karl-Heinz Brust, der aufgrund einer Geschäftsreise nicht dabei sein konnte, nach der Auftaktniederlage eingefordert. Mit Hilfe von Kampfgeist und einem wunderschönen Doppelpassspiel gelang es dann nach etwa 50 Minuten durch Jan-Michael Zeeb mit den Offenburgern zum 1:1 gleichzuziehen.

Zwar spielten beide Teams eine starke 2. Halbzeit allerdings konnte letztlich die Heimmannschaft die zunehmende Unzufriedenheit der Gegner über das eigene Versagen ausnutzen. 10 Minuten vor Schluss konnte Manuel Max den Ball nach einer kurzen Ecke im Tor unterbringen und damit den 2.1 Endstand erzielen.

Durch konzentrierte Defensivarbeit gelang es den Vaihingern nämlich nach diesem Treffer das Ergebnis bis zum Abpfiff zu halten. Die eigenen Konterchancen in der Schlussphase konnten allerdings nicht genutzt werden.

Der Club an der Enz hat somit die saisonübergreifende Durststrecke, von 10 Spielen ohne Sieg, überwunden. Phasenweise war sogar schon wieder die spielerische Eleganz aus dem Aufstiegsjahr zu bewundern und die junge Mannschaft demonstrierte durch Kampfgeist ihren starken Zusammenhalt.

Für Eric Wörner war es das vorerst letzte Spiel: Er verlässt den Club für einen halbjährigen Auslandsaufenthalt, will danach aber wieder in die Mannschaft zurückkehren.

 

Es spielten: Oetinger – Zeeb, Max, Schmid, Schneider, Borimann, Clauss, Gerstung, Magdalena, Knudsen, Hollmann, Wörner.

Hockey-Herren starten mit Niederlage in die neue Saison

 

Am Sonntag begann für die Vaihinger Hockeyherren die neue Saison in der 2. Verbandsliga. Das Team des Club an der Enz verlor in Aalen nach mehrmaliger Führung knapp mit 4:3.

 

Der Club an der Enz hatte sich fest vorgenommen mit einem Sieg in die neue Saison zu starten. Direkt von Spielbeginn an machten die Vaihinger Druck auf das Aalener Tor. Die daraus resultierenden Strafecken konnten allerdings nicht verwandelt werden. Der erste Ball von Manuel Max, ein hoher Schlenzer, war zu unplatziert und bei der zweiten Strafecke scheiterte er nach einer Variante erneut am gegnerischen Torhüter.

Oliver Koopmann war es dann, der in seinem Abschiedsspiel nach 15min die Vaihinger in Führung brachte. Das Tor wurde durch einen Flugball von Ludwig Schmid tief aus der eigenen Hälfte vorbereitet. Direkt im Gegenzug versuchte es Aalen mit dem gleichen Mittel. Der Ball konnte von der Vaihinger Abwehr nicht abgefangen werden. Nach einer scharfen Hereingabe konnte Vaihingens Schlussmann den ersten Schuss noch abwehren, doch beim Nachschuss war auch er ohne Chance. Der weitere Spielverlauf bot weitere gute Chancen für Aalen, die allerdings allesamt abgewehrt wurden. In höchster Not rettete Jan-Michael Zeeb, Vaihingens Kapitän, in einer Situation für seinen geschlagenen Torhüter. In der 27. Spielminute brachte Ludwig Schmid den Club an der Enz erneut in Führung. Er verwandelte vom Schusskreisrand mit der argentinischen Rückhand. Kurze Zeit später traf Schmid erneut aus ähnlicher Position. Kurz vor der Pause lagen die Vaihinger somit komfortabel mit 3:1 in Führung. Vaihingen spielte weiter offensiv und so kam es kurz vor der Halbzeit zu einem folgenschweren Konter für Aalen. Löpsinger konnte beim Schuss aus kurzer Distanz noch gerade so den rechten Arm nach oben reisen, aus der Parade resultierte allerdings eine Strafecke und in deren Folge auch noch ein Siebenmeter, da Vaihingens Kapitän, nach Auffassung des Schiedsrichters, den Ball mit dem Körper abwehrte. Mit dem Pausenpfiff verwandelte der HC Suebia Aalen diesen zum 2:3.

Trainer Karl-Heinz Brust analysierte die Fehler in Halbzeit treffend: „Nach dem 3:1 hätten wir das Ergebnis sicher in die Pause bringen müssen, stattdessen haben wir trotz defensiver Schwierigkeiten auf das vierte Tor gespielt.“

In der zweiten Halbzeit präsentierte sich der Club an der Enz in der Rückwärtsbewegung dann stabiler. Nach einer Unachtsamkeit, die bereits im Mittelfeld begann, kam es dann nach 45min zu einem Eigentor durch Vaihingens Kapitän. Aalen hatte somit ausgeglichen. Der Club an der Enz spielte weiterhin auf Sieg, allerdings konnten die Torchancen nicht verwertet werden. Auch für Aalen boten sich weitere Chancen, diese konnten aber entweder vom starken Vaihinger Torhüter vereitelt oder von der Abwehrkette abgefangen werden.

Nach 60 Minuten gelang Aalen dann aber doch noch der Führungstreffer. Erneut hatte sich der HC Suebia auf dessen rechter Angriffsseite durchgekämpft. Nach einer Flanke standen zwei Aalener am langen Pfosten frei. Erneut konnte Vaihingens Torhüter den ersten Schuss abwehren, im anschließenden Getümmel vollendete Aalen dann aber zum 4:3.

Der Club an der Enz riskierte in der Schlussphase nochmals Alles, jedoch war der Spielaufbau in der Hektik zu chaotisch und die letzten beiden Gelegenheiten konnten nicht genutzt werden.

Vaihingens Trainer sprach im Nachgang der Partie von konditionellen Schwächen in der zweiten Hälfte nachdem das Tempo zu Beginn enorm hoch war. Er attestierte seiner Mannschaft allerdings auch einen starken Kampfgeist nach dem Rückstand.

 

Der individuell klar überlegene Club an der Enz verlor somit sein Auftaktspiel, „das man bei unsrer Überlegenheit nicht verlieren darf“, so Daniel Löpsinger,  gegen den HC Suebia Aalen, dessen Siegeswille etwas größer war, mit 3:4.

Am kommenden Sonntag geht es dann zu Hause gegen den vor zwei Jahren größten Konkurrenten im Aufstiegskampf aus Offenburg. Weiterhin gilt die Vorgabe von mindestens sechs Punkten bis zur Winterpause.

 

Es spielten:  Löpsinger – Zeeb J-M., Zeeb C., Max, Koopmann, Scheytt, Schneider, Schmid, Hollmann, Magdalena, Borimann, Knudsen, Wörner.


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