Berichte September 2013

Herren: Nächste Niederlage in der Fremde


Am vergangenen Sonntag ging es für die Hockeymänner aus Vaihingen nach Schwäbisch Gmünd. Aufgrund einer schwachen Anfangsphase ging das Spiel mit 1:2 verloren.


Die Voraussetzungen für das Spiel in Gmünd waren eigentlich gut. Der Kader war stark besetzt und der dortige Hockeyplatz ist ebenfalls sandverfüllt. Die Heimmannschaft schickte ein sehr junges, laufstarkes Team auf den Platz, das ein schnelles Umschaltspiel aufzog. Nahezu im Vollsprint kombinierten sich die Gmünder durch das Mittelfeld. Der Club an der Enz hatte damit sichtlich Probleme und offenbarte große Lücken in der Rückwärtsbewegung. So war es auch nicht überraschend, dass die Vaihinger bereits nach zehn Minuten in Rückstand gerieten. Nach einem Konter war die eigene Defensive in Unterzahl. Nach einer Flanke stand Gmünds Stürmer neun Meter vor dem Tor und verwandelte mit einer Direktabnahme zum 0:1. Die Enzstädter versuchten es immer wieder über die Flügel und mit Einzelaktionen, die jedoch spätestens beim Gmünder Innenverteidiger endeten. Die erste große Gelegenheit hatte Oliver Koopmann, jedoch wurde sein Rückhandschuss vom Heimtorhüter pariert. Nach 17 Minuten spielte sich Gmünd erneut schnell in die Vaihinger Hälfte. Nach einer Seitenverlagerung war die linke Angriffsseite vollkommen offen. Daniel Löpsinger musste sein Tor verlassen um den Stürmer zu stellen. Dieser entschied sich jedoch gegen eine Einzelaktion und passte in die Mitte. Nachdem Torsten Brand noch geradeso dazwischen gehen konnte landete der Ball erneut bei Gmünd und es stand 0:2. Die Enzstädter nahmen eine Auszeit und stellten um. Die eigene linke Seite wurde verstärkt. So sollten gegnerischen Angriffe eingedämmt werden. Dies zeigte auch sofort Wirkung. Schwäbisch Gmünd kam deutlich seltener und langsamer vor das Vaihinger Tor. Einmal wurde es noch gefährlich, doch der doppelt abgefälschte Ball konnte vom Schlussmann des Club an der Enz abgewehrt werden. Mit dem Pausenpfiff gab es eine Strafecke für Vaihingen. Oilver Koopmann, der ab nächster Woche wieder in England studiert, umspielte einen Gegner und verwandelte ins lange Eck zum Anschlusstreffer. Für die zweite Hälfte sollte das Spiel exakt so fortgesetzt werden. Schwäbisch Gmünd hatte die Vaihinger Strategie jedoch durchschaut und stellt die linke Seite zu. Der Club an der Enz kam dadurch nur noch mit Mühe aus der eigenen Hälfte und erspielte sich nur noch kleinere Chancen, auch weil einige grenzwertige Situationen vom Schiedsrichter gegen die Gäste ausgelegt wurden. Nachdem Matthias Späth wegen Meckerns eine grüne Karte gesehen hatte, wurde er gar einige Minuten zu lange auf die Strafbank gesetzt. Allerdings konnte auch die Heimmannschaft die teilweise guten Chancen in Hälfte zwei nicht mehr nutzen. Am Ende standen die Vaihinger Hockeymänner erneut ohne Punkte da. In einer Woche empfängt der Club an der Enz den Mannheimer HC zum letzten Heimspiel in der Hinrunde der Feldsaison. „Auch wenn wir nicht wissen, was für ein Gegner uns erwartet, gewinnen wollen wir immer, ansonsten bräuchten wir nicht antreten.“, gibt Vaihingens Torhüter die Marschroute für das nächste Spiel vor.

 

Es spielten: Löpsinger – Brand, Verschaeve, Preckel, Clauss, Koopmann, Späth, Magdalena, Hollmann, Brandauer, Gerstung, Max.

Niederlage aufgrund Unterzahl

 

Die Hockeymänner des Club an der Enz mussten am vergangenen Samstag eine äußerst unnötige Niederlage gegen den SV Böblingen ertragen. Einziger Grund war dabei die Unterzahl der eigenen Mannschaft.

 

Eigentlich hätten die Vaihinger Hockeymänner am vergangenen Samstag voller Zuversicht zum Auswärtsspiel nach Böblingen fahren können, denn zum Ende der vergangenen Saison gab es noch einen deutlichen 6:1-Heimsieg. Aufgrund vieler Abwesenheiten, teilweise beruflich, verletzungsbedingt, aber auch privat, standen nur 10 Spieler zur Verfügung. Weil der eigentliche Schiedsrichter zudem verhindert war, reduzierte sich die Spielerstärke nochmals. „Im Hockeysport haben beide Mannschaften das Recht vom Gegner zu verlangen, dass er im Notfall einen Spieler als Schiedsrichter abstellt.“, erklärt Felix Gantenbein, der diese Rolle freiwillig übernahm. Der Club an der Enz gab daher das Ziel aus in erster Linie in der Defensive gut zu stehen und die Offensive zunächst zu vernachlässigen um nicht ins offene Messer zu laufen. Mit der anspruchsvollen Mischung aus Raum- und Manndeckung hatte man zu Spielbeginn noch einige Probleme. Immer wieder waren Böblinger Spieler in gefährlicher Position völlig frei, da die Räume noch nicht richtig zugestellt wurden. Dies rächte sich auch gleich nach fünf Minuten. Vaihingens Torhüter konnte im eins gegen eins noch abwehren, jedoch war Böblingen sofort bereit und verwandelte den Nachschuss um 1:0 ins leere Gästetor. Nur wenige Minuten später fiel nach einer Flanke aus dem Halbfeld durch einen sehenswerten Stecher das 2:0 für Böblingen. In den folgenden Minuten bekam der Club an der Enz das Spiel aber besser in den Griff. Die Raumdeckung ließ kaum Lücken durch die Unterzahl erkennen und die spielstarke Offensive konnte durch Einzelaktionen mehrmals an den gegnerischen Schusskreis kommen, ein Torerfolg blieb jedoch verwehrt. Nur einmal gab es eine Großchance für Böblingen. Den hoch geschrubbten Ball auf die lange Torecke konnte Vaihingens Schlussmann allerdings abwehren. Wenige Minuten vor der Halbzeit konnte die Heimmannschaft die Führung dann aber nochmals ausbauen. Nach einer Strafecke schlug der Ball in der linken, unteren Torecke ein. In der Halbzeitpause gab es dennoch Lob für die eigene Spielweise, da normalerweise aus einer doppelten Überzahl deutlich mehr Tore fallen. Die Marschroute blieb für die zweite Hälfte daher unverändert.

Zu der starken Abwehrleistung des Club an der Enz kam nun noch die Einfallslosigkeit des SV Böblingen. Die Vaihinger standen mit nahezu allen Spielern im oder am eigenen Viertel und Böblingen spielte den Ball meistens nur drum herum. In zwei gefährlichen Situationen konnte Löpsinger durch Flugparaden weitere Gegentreffer verhindern. Zur Mitte der zweiten Halbzeit kamen die Vaihinger nach einem Konter zur Großchance, die in eine Strafecke mündete. Allerdings ging der anschließende Schuss knapp am Tor der Heimmannschaft vorbei. Zehn Minuten vor Schluss wurde Vaihingens Defensive dann nochmals überwunden. Wieder nach einer scharfen Flanke, die in Unterzahl nur schwer zu verhindern ist, schrubbte Böblingens Stoßstürmer den Ball flach ins Tor. Kurz vor Schluss gab es dann nochmals eine Strafecke für Böblingen. Dieses Mal blieb Vaihingens Torhüter jedoch Sieger und lenkte den halbhohen Schlenzball noch geradeso um den Torpfosten. Trotz der Niederlage zeigten die Vaihinger eine starke kämpferische und geschlossene Leistung, die das 0:4, unter Berücksichtigung der doppelten Unterzahl, zu einem achtbaren Ergebnis macht. „Das einzige was heute schlecht war, war die geringe Spieleranzahl. Diejenigen, die dabei waren haben ein super Leistung gezeigt und den Böblingern das Spiel äußerst unangenehm gemacht.“, resümierte Daniel Löpsinger kurz nach Abpfiff des Spiels. Klar ist aber auch, dass so keine Punkte gewonnen werden, die das Selbstvertrauen aufbauen.

 

Es spielten: Löpsinger – Koopmann, Brandauer, Scheytt, Oetinger, Clauss, Preckel, Max, Gerstung.

Auftaktniederlage für die Herren des Club an der Enz


Durch eine schwache erste Halbzeit bringen sich die Vaihinger Hockeymänner um die Chance auf einen Punkterfolg im ersten Saisonspiel.


Obwohl der Club an der Enz nur einen nominellen Verteidiger auf dem Feld hatte, war die Mannschaft für den Saisonstart optimistisch, vor allem auch weil der HC Ludwigsburg nur knapp besetzt war. In der Abwehr liefen neben dem Stammverteidiger, Kai Scheytt, Ludwig Schmid, Dominik Hollmann und Felix Gantenbein, der für eine Stippvisite in Vaihingen war, auf. Von Beginn an hatten die Vaihinger das Spiel eigentlich unter Kontrolle und schnürten den Gegner an deren Schusskreis ein. Nach einem Konter kamen die Gäste dann zu ihrer ersten Strafecke. Der Schlenzball ging jedoch knapp am Tor vorbei. Nur kurze Zeit später kam es im Vaihinger Spielaufbau zu einem schlimmen Fehlpass. Die Ludwigsburger eroberten sich den Ball und Vaihingens unsortierte Defensive konnte den Gegentreffer nicht mehr verhindern. Der Club an der Enz ließ sich von diesem Rückschlag allerdings nicht bremsen und so war es Manuel Max, der nach neun Minuten das 1:1 markierte. In der Rückwärtsbewegung zeigte Vaihingen jedoch die komplette erste Halbzeit eklatante Schwächen. Die Sturmreihe und das Mittelfeld arbeiten zu wenig mit nach hinten. Zudem fehlte die nötige Aggressivität im Zweikampf, sodass die Gäste mit bescheidenen Mitteln immer wieder gefährlich vor das Vaihinger Tor kamen. Die Folge war das 1:2 nach 14 Spielminuten. Da auch das Offensivspiel des Club an der Enz krankte, nahm die Mannschaft eine Auszeit. Offensiv zeigte diese sofort Wirkung. Oliver Koopmann wurde auf rechts freigespielt und glich mit einem Gewaltschuss unter die Latte aus. In der 25. Spielminute gerieten die Vaihinger allerdings schon wieder in Rückstand. Ludwigsburg konterte und kam am Schusskreis zum Abschluss. Der erste, eher harmlose Schuss wurde von Vaihingens Torhüter abgewehrt, doch beim zweiten Ball war ein Ludwigsburger als erstes zur Stelle und schob aus kurzer Distanz ein. Nur drei Minuten später kam es noch schlimmer. Aus dem Mittelfeld der Gäste konnte ein Ball ungestört in den Vaihinger Schusskreis geschlagen werden. Dort wartete der gegnerische Stürmer völlig ungedeckt und erzielte mit einem Stecher das 2:4. Wenige Minuten später war Pause. Mit deutlichen Worten wurde hier auf der Vaihinger Bank die Marschroute für die zweiten 35 Minuten vorgeben. In der Offensive wurde mehr Kombinationsspiel und defensiv eine aggressivere Gangart und eine bessere Raumaufteilung gefordert. Die Mannschaft setzte diese Vorgabe auf Anhieb um und kam so zu mehreren Torchancen. In der 55. Minute war Manuel Max eigentlich schon allein vor dem Tor, als er durch ein Foul gestoppt wurde. Den fälligen Foulelfmeter verwandelte er selbst zum 3:4. Die Gäste wurden durch diesen Anschlusstreffer nervös und erneut hatte Max eine gute Torgelegenheit, jedoch ging sein Schlenzer nach einer Strafecke knapp über das Tor. Ludwigsburg konterte fünf Minuten vor Schluss ein letztes Mal. Aufgrund von Schlägerschlagens im eigenen Schusskreis wurde ein Siebenmeter gegen Vaihingen verhängt. Die Gäste ließen sich diese Chance nicht nehmen und erzielten mit dem 3:5 den Endstand. Trotz der schlechten ersten Halbzeit können die Vaihinger Positives aus diesem Spiel mitnehmen. Die Mannschaft trat in Maximalbesetzung an steigerte sich im Spielverlauf deutlich. All das wird jedoch nichts helfen, wenn nicht bald wieder Siege eingefahren werden.

 

Es spielten: Löpsinger – Schmid, Scheytt, Borimann, Gantenbein, Hollmann, Max, Koopmann, Magdalena, Clauss, Gerstung, Späth, Knudsen.

Saisonauftakt der Herren: Wir-Gefühl soll gestärkt werden

Hockey
Auf Manuel Max (vorne) ist in der Regel in der Offensive Verlass. Foto: Archiv/Nachreiner

Vaihingen (nac). „Wenn ich heute auf die letzten drei Jahre zurückschaue, hätte ich nicht gedacht, dass sich die Situation in unserer Mannschaft so entwickeln würde“, erklärt Vaihingens Spielertrainer Daniel Löpsinger. Nach dem Aufstieg in die 1. Hockey-Verbandsliga vor drei Jahren ging es für die Männer des Club an der Enz Vaihingen stetig bergab. Die Bilanz sind zwei Abstiege hintereinander, zehn Spielerabgänge und eine Trainerentlassung. Auch zur neuen Saison – der CEV ist in der Zwischenzeit in der 3. Verbandsliga angekommen – muss die Mannschaft den Verlust zweier wichtiger Spieler verkraften. Benedikt Schneider wechselt nach zwei Jahren Pendlerdasein zu einem Verein in seinem Wohnort Mannheim. Auch Eric Wörner verlässt die Mannschaft für längere Zeit, da er ein Studium in Berlin beginnt. Diesen beiden Abgängen stehen keine Zugänge gegenüber, wodurch der kleine Kader nochmals schrumpft. „Wir haben rund 16 Spieler im Kader. Ich rechne aber pro Spieltag mit maximal zwölf bis 13 Spielern, die zur Verfügung stehen“, berichtet Löpsinger. „Ab und zu werden wir wohl auch in Unterzahl antreten müssen.“

Trotzdem oder gerade deshalb will die Mannschaft einen internen Neuanfang angehen, um eine schleichende Mannschaftsauflösung zu verhindern. Ziel ist es hierbei, das Mannschaftsgefühl wieder zu fördern. „Bei Heimspielen werden wir nach der Partie gemeinsam im Clubhaus essen. Bei Auswärtsspielen werden wir das ebenso handhaben. In Konstanz gibt es zum Beispiel ein Pfannkuchenhaus, in das wir schon öfters eingekehrt sind. Als Alternative wollen wir bei Auswärtsspielen auch Sightseeing nach den Partien machen, wenn es etwas zum Anschauen gibt“, berichtet Löpsinger.

In einer ausführlichen Mannschaftssitzung zum vergangenen Saisonende wurde zudem beschlossen, dass der Spaß am Hockeysport und die Freude am Spiel im Vordergrund stehen sollen. „Ich würde nicht sagen, dass wir letzte Saison abgestiegen sind, weil wir schlechter waren. Aber wir waren eben einige Male weniger Spieler als unser Gegner“, stellt Angreifer Manuel Max klar. In der vergangenen Saison war der Versuch gescheitert, die Spieler über einen Appell an das Verantwortungsbewusstsein für die Mannschaft zu mobilisieren. „Möglicherweise war dies der falsche Weg, weshalb wir unser Team nun eher über Anreize für das Training und die Spieltage mobilisieren wollen“, beschreibt Kapitän Jan-Michael Zeeb die neue Vorgehensweise. Die Spieler sollen sich wieder auf das Training und die Spieltage freuen, weil sie wissen, dass sie dabei jedes Mal auf ein Team treffen, welches gemeinsam Spaß am Hockeysport hat.

Das neue Wir-Gefühl hat bereits eingesetzt. Da es Annika Brust beruflich nach Lüneburg verschlagen hat, wird die Mannschaft durch die Spieler Oliver Koopmann und Löpsinger trainiert. „Einfach ist diese Konstellation nicht. Aber die anfänglichen Meinungsunterschiede über die Ausrichtung der Trainingsinhalte werden wir gemeinsam lösen, haben dies teilweise sogar schon getan.“, fasst Oliver Koopmann die ersten Wochen zusammen. Und Löpsinger ergänzt: „Eine Fraktion der Spieler war der Überzeugung, dass wir vor allem Grundausdauer brauchen und deshalb viel Konditionstraining machen sollten. Eine andere hat sich dafür ausgesprochen, das Spielverständnis untereinander zu verbessern. Bisher haben wir einen Kompromiss gefunden. Wir absolvieren ein kurzes Trainingsspiel gegen unsere weibliche Jugend, die vor uns trainiert. Dann gehen wir rund eine halbe Stunde auf dem Weitfeld laufen, bevor unser eigentliches Training auf dem Platz beginnt. Das bringt uns mehr als immer nur sechs gegen sechs aufs Halbfeld zu spielen.“

Ob es schon gefruchtet hat, wird sich an diesem Sonntag (11 Uhr) zeigen. Zum Saisonauftakt empfangen die Vaihinger den HC Ludwigsburg III. Ein Saisonziel zu formulieren, tut sich Löpsinger dagegen schwer. „Den direkten Wiederaufstieg haben wir bereits im letzten Jahr ausgegeben gehabt. Und das ging schief.“ Deshalb backen die Vaihinger diese Saison kleinere Brötchen. „Wir wollen den Spaß am Spiel wiederfinden und schönes Hockey spielen. Wenn wir dann aufsteigen, wäre das schön. Aber Hauptsache es wird eine ruhige Saison und wir müssen nicht bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt kämpfen“, sagt der Spielertrainer und Torhüter.


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